Mittwoch, 30 Januar 2013 13:12

Keinen Einfluss auf den Bestand von Wildvögeln

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30.01.2013 Hauskatzen haben keinen Einfluss auf den Bestand von Wildvögeln

Ein Landwirt hatte beantragt, im Nationalpark Wattenmeer ein Stück Grünland umzubrechen. Dies wurde durch die zuständige Behörde verweigert, weil die beantragte Fläche als Rückzugsgebiet für Wildvögel/Bodenbrüter vorgesehen ist und durch den Umbruch die Gefahr besteht, dass die betroffenen Wildvögel/Bodenbrüter gestört und im Bestand dezimiert werden könnten.

Dagegen hat der Landwirt Widerspruch eingelegt und unter anderem auch ausgeführt, dass durch eine Vielzahl von freilaufenden Hauskatzen aus einem benachbarten Flurstück schon alleine das Vorhandensein von Wildvögeln ausschließe.

Die zuständige Behörde hat im Widerspruch unter anderem ausgeführt, dass die angesprochenen Hauskatzen keinen Einfluss auf den Bestand der Wildvögel, weil diese nicht in das Beutetierschema der Hauskatze passen.

Dagegen hat der Landwirt Klage eingereicht. Die Klage wurde abgewiesen und durch das Gericht zur Hauskatze ausgeführt, dass dies, unbeschadet einer fehlenden wissenschaftlichen Validität einer solchen These, nicht streitentscheidend ist. Obwohl nicht streitentscheidend hat das Gericht bestätigt, dass es für diese These keine wirksame und gültige wissenschaftliche Untersuchung vorliegt die belegt, dass Hauskatzen mit Feigang oder frei lebende Hauskatzen eine Gefährdung für Wildvögel darstellen.

Urteil des VG Schleswig Holstein vom 30.01.2013 unter dem Az.: 1A 17/12 (Rn. 23, 26, 29 und 63)

Gelesen 528 mal Letzte Änderung am Sonntag, 12 November 2017 13:31

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